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Zimmerer

Was macht ein Zimmerer im konstruktiven Holzbau? Ein Zimmerer plant, fertigt und montiert tragende Holzkonstruktionen wie Dachstühle, Fachwerke und Holzhäuser. Jonas Weber verbindet traditionellen Abbund mit ökologischem Bauen – er arbeitet mit nachhaltigen Hölzern, natürlichen Dämmstoffen und leimfreien Holzverbindungen, um Bauwerke zu schaffen, die Generationen überdauern.

Zimmerermeister • Konstruktiver Holzbau

Wer ist Jonas Weber?

Jonas Weber, 36 Jahre, ist Zimmerer aus Leidenschaft. Aufgewachsen in einer ländlich geprägten Region mit starker Handwerkstradition, hat er das Zimmererhandwerk von Grund auf erlernt und sich auf den konstruktiven Holzbau spezialisiert.

Als stolzes Mitglied seiner Zunft trägt er die klassische schwarze Cord-Zunfthose und das weiße Staude-Hemd mit Überzeugung. Die Werte Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Kameradschaft sind für ihn unumstößlich – ob auf der Baustelle, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Wirtshaus mit seinen Gesellen.

Sein Antrieb: Ökologischen Holzbau mit traditionellem Handwerk zu verbinden und Dachstühle zu errichten, die Generationen überdauern.

Präzision am Bau
Zunft & Kameradschaft

Empfehlungen aus dem Zimmerer-Alltag

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Impressionen aus dem Zimmerer-Alltag

Auf dem Dach

Dachstuhl aufschlagen

Der Moment, wenn der Dachstuhl steht – für jeden Zimmerer der Höhepunkt eines Projekts.

Körpereinsatz

Balken schultern

Kraft und Ausdauer gehören zum Alltag auf jeder Baustelle.

Präzision

Anreißen & Messen

Jeder Millimeter zählt – beim Abbund entscheidet Genauigkeit über die Qualität.

Qualitätskontrolle

Lotrecht & Waagerecht

Die Wasserwaage lügt nie. Jeder Pfosten wird auf den Millimeter ausgerichtet.

Werkzeug

Die große Handsäge

Traditionelles Werkzeug – mehr als ein Arbeitsmittel, ein Symbol des Handwerks.

Privat

Kaffee mit Kathrin

Jonas und seine Frau genießen die gemeinsame Zeit bei einem Kaffee in der Stadt.

Freizeit

Unterwegs mit Balu

Nach der Arbeit geht's mit Hund Balu durch den Wald – Jonas' liebster Ausgleich zum Handwerk.

Materialwissen

Welche Holzarten eignen sich für den Holzbau?

Jede Holzart hat ihre Stärken. Die Wahl des richtigen Holzes entscheidet über Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit einer Konstruktion. Hier ein Überblick der wichtigsten Bauhölzer.

Holzart Dauerhaftigkeit Tragfähigkeit Einsatzgebiet Nachhaltigkeit Preisniveau
Fichte Klasse 4 (gering) C24 Standard Dachstühle, Sparren, Pfetten, Rahmenbau Regional, schnellwachsend Günstig
Tanne Klasse 4 (gering) C24 Standard Innenausbau, Verschalung, Dachlatten Regional, harzarm Günstig
Lärche Klasse 3 (mittel) C30 erhöht Fassaden, Terrassen, Schwellen, Außenbereich Regional, langlebig Mittel
Douglasie Klasse 3 (mittel) C30 erhöht Tragwerke, Hallenbau, Carports, Außenbereich Teilweise regional Mittel–Hoch
Eiche Klasse 2 (hoch) C30+ hoch Fachwerk, Schwellen, Denkmalschutz, Brücken Regional, langsam wachsend Hoch
Kiefer Klasse 3–4 C24 Standard Konstruktionsholz, Pfosten, Dachlatten Regional, vielseitig Günstig

Fichte / Tanne

Vorteile
  • Günstigstes Bauholz
  • Hervorragend verfügbar
  • Leicht zu bearbeiten
  • Gutes Festigkeits-Gewichts-Verhältnis
Nachteile
  • Geringe natürliche Dauerhaftigkeit
  • Nicht für Erdkontakt geeignet
  • Braucht konstruktiven Holzschutz

Lärche / Douglasie

Vorteile
  • Höhere natürliche Dauerhaftigkeit
  • Für Außenbereich geeignet
  • Schöne Holzstruktur
  • Erhöhte Tragfähigkeit (C30)
Nachteile
  • Höhere Kosten
  • Harz kann austreten (Lärche)
  • Schwerer zu bearbeiten

Eiche

Vorteile
  • Höchste natürliche Dauerhaftigkeit
  • Extrem hart und tragfähig
  • Ideal für Fachwerk und Denkmal
  • Altert wunderschön
Nachteile
  • Hoher Preis
  • Schwer (hohes Eigengewicht)
  • Langsam nachwachsend
  • Gerbsäure kann Metalle verfärben
Saisonale Empfehlungen

Der Zimmerer-Kalender

12 Monate, 12 Praxis-Tipps: Was ein Zimmerer im Jahresverlauf beachten sollte – von der Holzlagerung im Winter bis zum Richtfest im Sommer.

01
Januar

Werkstatt-Zeit: Ideal für Abbundarbeiten in der Werkstatt. Holz bei kalten Temperaturen hat eine geringe Restfeuchte – nutze die Zeit für präzise Vorfertigungen und Werkzeugpflege.

02
Februar

Holzeinkauf: Wintergeschlagenes Holz (Mondholz) gilt als besonders widerstandsfähig. Jetzt beim Sägewerk Bauholz für die Frühjahrs-Saison sichern und richtig einlagern.

03
März

Saisonstart: Baustellen-Vorbereitung beginnt. Dachlatten, Sparren und Balken auf Lager prüfen. Werkzeuge schärfen, Schutzausrüstung kontrollieren und erste Ausmessungen vornehmen.

04
April

Holzschutz: Vor der feuchten Jahreszeit konstruktiven Holzschutz prüfen. Dachüberstände, Tropfkanten und Belüftungsschlitze sichern den langfristigen Schutz vor Feuchtigkeit.

05
Mai

Dachstuhl-Saison: Optimale Bedingungen zum Aufschlagen. Trockene Tage für die Montage nutzen. Tipp: Beim Abbund auf die Holzfeuchte achten – unter 20% für tragende Bauteile.

06
Juni

Richtfest-Zeit: Wenn der Dachstuhl steht, wird traditionell der Richtkranz aufgehangen. Jonas' Tipp: Immer einen Richtspruch vorbereiten – das gehört zum Zunftbrauchtum.

07
Juli

Hitzeschutz: Bei Temperaturen über 30 Grad: früh morgens beginnen, ausreichend trinken. Holz trocknet schnell – Schnittstellen zeitnah behandeln, um Rissbildung zu vermeiden.

08
August

Dämmung einbauen: Trockene Sommermonate eignen sich perfekt für den Einbau natürlicher Dämmstoffe. Holzfaser, Hanf oder Zellulose verbessern Wohnklima und Energiebilanz nachhaltig.

09
September

Fachwerk prüfen: Vor dem Herbst Fachwerk und Holzfassaden auf Schäden kontrollieren. Risse, Pilzbefall oder Insektenlöcher frühzeitig erkennen und fachgerecht sanieren.

10
Oktober

Sturmsicherung: Dachkonstruktionen auf Windsog-Sicherung prüfen. Sturmklammern und Sparrenpfettenanker kontrollieren – besonders bei älteren Gebäuden entscheidend.

11
November

Weiterbildung: Die ruhigere Saison nutzen: Kurse für CNC-Abbund, Statik-Software oder historische Holzverbindungen belegen. Wer stillsteht, geht zurück.

12
Dezember

Planung & Holzauswahl: Projekte für das neue Jahr planen. Beim Sägewerk Stammholz für die kommende Saison auswählen. Mondholz-Einschlag im abnehmenden Mond gilt traditionell als ideal für Bauholz.

Frühling
Sommer
Herbst
Winter
Häufige Fragen

Was Sie über das Zimmererhandwerk wissen sollten

Ein Zimmerer im konstruktiven Holzbau plant, fertigt und montiert tragende Holzkonstruktionen. Dazu gehören Dachstühle, Fachwerke, Holzrahmenbau und Hallenkonstruktionen. Der Zimmerer beherrscht sowohl traditionelle Handwerkstechniken wie Zapfen- und Schwalbenschwanzverbindungen als auch moderne CNC-Abbundtechnik.

Für Dachstühle werden hauptsächlich Fichte und Tanne verwendet – sie sind leicht, tragfähig und gut verfügbar. Für höher beanspruchte Bauteile kommt Lärche oder Douglasie zum Einsatz, da sie eine höhere natürliche Dauerhaftigkeit besitzen. Eichenholz wird vor allem in der Fachwerksanierung eingesetzt.

Ökologischer Holzbau setzt auf nachhaltige Materialien und Bauweisen: regionales Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung, natürliche Dämmstoffe wie Holzfaser, Hanf oder Zellulose, leimfreie Holzverbindungen und den Verzicht auf chemischen Holzschutz. Stattdessen wird auf konstruktiven Holzschutz durch Dachüberstände und Belüftung gesetzt.

Die Kosten für einen Dachstuhl hängen von Größe, Dachform, Holzart und Komplexität ab. Ein einfacher Satteldach-Dachstuhl für ein Einfamilienhaus kostet in der Regel zwischen 15.000 und 30.000 Euro inklusive Material und Montage. Walmdächer oder Sonderkonstruktionen liegen höher. Eine individuelle Berechnung empfiehlt sich immer.

Der Abbund ist die Vorfertigung aller Holzbauteile – also das Anreißen, Zusägen und Bearbeiten der Hölzer nach Plan. Das Aufschlagen bezeichnet die Montage auf der Baustelle, bei der die vorgefertigten Teile zusammengefügt und der Dachstuhl errichtet wird. Beide Schritte erfordern höchste Präzision.

Konstruktiver Holzschutz ist die beste Pflege: Dachüberstände schützen vor Regen, Belüftung verhindert Feuchtigkeitsstau. Holzfassaden können mit natürlichen Ölen oder Lasuren behandelt werden. Wichtig: Regelmäßig auf Risse, Verfärbungen oder Insektenlöcher prüfen und Schäden frühzeitig beheben.