Atmungsaktive Jacken transportieren Körperfeuchtigkeit von innen nach außen, während sie Wind und Regen abhalten – so bleibt das Mikroklima direkt an der Haut trocken, auch bei körperlicher Arbeit im Freien. Das Sortiment auf genxtreme.at umfasst Modelle von PFANNER®, FORSBERG und Blakläder: von leichten Softshells für gemäßigte Bedingungen bis zu vollversiegelten Wetterschutzjacken mit SympaTex®-Membran für den Dauereinsatz im Regen.
Was macht eine atmungsaktive Jacke für den Außeneinsatz tauglich?
Atmungsaktivität wird in der Praxis durch drei Faktoren bestimmt: das Membransystem, die Lagenkonstruktion und die Nahtversiegelung. Wer diese Kombination versteht, trifft beim Kauf die richtige Wahl – unabhängig davon, ob es um Forstarbeit in Kärnten, Montage auf einer Baustelle in der Steiermark oder Outdoor-Sport im Salzkammergut geht.
Membranen und Beschichtungen: Welche Technologie für welchen Einsatz?
SympaTex® ist eine monolithische Membran (das heißt: eine durchgehende, porenfreie Folie), die Wasserdampf auf molekularer Ebene nach außen leitet, gleichzeitig aber keine flüssigen Wassermoleküle eindringen lässt. Die PFANNER® wasserdichte SympaTex® Jacke setzt auf diese Technologie und eignet sich für feuchte Arbeitsbedingungen, bei denen Dauernässeschutz gefragt ist.
Gore-Tex – ein expandiertes Polytetrafluorethylen (ePTFE) mit Milliarden mikroskopisch kleiner Poren – funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, ist jedoch strukturell anders aufgebaut. Gore-Tex gilt als Referenz für Wasserdichtigkeit (Wassersäule >28.000 mm) und Atmungsaktivität in einem.
DWR (Durable Water Repellent) bezeichnet eine dauerhafte wasserabweisende Ausrüstung, die auf den Außenstoff aufgetragen wird. Sie lässt Wassertropfen abperlen, ist aber keine eigenständige Abdichtung – die eigentliche Barriere liefert die Membran oder Beschichtung darunter. Nach mehreren Wäschen verliert DWR an Wirkung und muss reaktiviert werden.
Nanoshield® ist die PFANNER®-eigene Nanobehandlung, die für hohe Wasserabweisung und schnelle Trocknung sorgt. Die PFANNER® Nanoshield® Regenjacke kombiniert diese Ausrüstung mit einem leichten Außenstoff.
PU-Beschichtung (Polyurethan) wird als günstigere Alternative zur Membran eingesetzt. Sie dichtet den Außenstoff direkt ab, ist bei intensiver Nutzung aber weniger langlebig als laminierte Membransysteme.
2-Lagen vs. 3-Lagen: Welcher Aufbau passt zu welcher Belastung?
Der Lagenaufbau entscheidet über Gewicht, Komfort und Haltbarkeit:
| Aufbau | Konstruktion | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 2-Lagen | Außenstoff + Membran; separates Innenfutter | Leichtere Outdoor-Aktivitäten, Alltag |
| 3-Lagen | Außenstoff + Membran + Innenlage laminiert | Intensive Arbeit, Dauerbelastung, Forst |
3-Lagen-Jacken sind leichter, kompakter und strapazierfähiger, weil die Lagen direkt miteinander verbunden sind und kein loses Innenfutter scheuern kann. Für den beruflichen Einsatz im Freien – etwa in der Forstwirtschaft oder auf dem Bau – zahlt sich dieser Aufbau langfristig aus.
Welche Außenstoffe kommen bei atmungsaktiven Jacken vor?
Softshell bezeichnet ein dehnbares, wasserabweisendes Verbundmaterial ohne separate wasserdichte Membran. Es bietet gute Bewegungsfreiheit und eignet sich für trockene bis leicht feuchte Bedingungen. Die FORSBERG Rödger II Softshelljacke und die FORSBERG Bläkson Softshelljacke setzen auf diesen Aufbau.
Twill-Softshell ist eine robustere Webstruktur mit diagonalem Bindungsmuster – widerstandsfähiger gegen mechanische Belastung, trotzdem flexibel.
Ripstop ist ein reißfestes Gewebe mit eingewebtem, gitterförmigem Verstärkungsfaden. Einrisse stoppen an diesen Gitterpunkten und breiten sich nicht weiter aus – relevant für den Forstbereich oder ruppige Baustellenbedingungen.
Nylon mit DWR-Ausrüstung kombiniert geringes Gewicht mit Wasserabweisung und findet sich häufig in Regenjacken für den Outdoorbereich.
Welche Jacken sind für welchen Einsatz geeignet?
Hybridjacken: Bewegungsfreiheit trifft Wetterschutz
Die FORSBERG Alruut III Hybridjacke mit abnehmbarer Kapuze verbindet unterschiedliche Materialien an Vorder- und Rückseite. Das Prinzip dahinter: Strapazierte Zonen – Schultern, Brust – erhalten robusteres, wind- und wasserabweisendes Material; Zonen mit hoher Bewegungsfrequenz – Ärmel, Rücken – bekommen elastischeres, atmungsaktiveres Gewebe. Dieses Hybridkonzept eignet sich für aktive Tätigkeiten im Freien, bei denen man sowohl Schutz als auch Bewegungsfreiheit braucht. Die abnehmbare Kapuze erhöht die Flexibilität je nach Wetterlage.
Funktionsjacken: Vielseitig einsetzbar
FORSBERG Fyldar Funktionsjacke und FORSBERG Höstrik Funktionsjacke sind auf breite Einsatzfelder ausgerichtet – von der Outdoor-Freizeit bis zur körperlichen Arbeit im Freien. Funktionsjacken kombinieren Wetterschutz, Atmungsaktivität und praktische Details wie Kinnschutz am Reißverschluss, Handytaschen und verstellbare Säume.
Softshell-Jacken: Für trockene bis leicht feuchte Bedingungen
FORSBERG Rödger II Softshelljacke und FORSBERG Bläkson Softshelljacke eignen sich für Tätigkeiten, bei denen Bewegungsfreiheit Vorrang vor absolutem Wasserschutz hat. Softshell-Jacken sind in der Regel leichter als vollmembranierte Varianten und lassen sich besser schichten – als Mittellage unter einer Regenjacke oder als Außenlage bei trockenem, windigem Wetter.
Fleecejacken als Mittellage
Die FORSBERG Sikkar funktionelle Fleecejacke dient als Wärme-Mittellage unter einer Wetter- oder Regenjacke. Fleece – ein offenporiges Polyestergewebe – transportiert Feuchtigkeit aktiv nach außen und trocknet schnell. Als eigenständige Außenjacke taugt Fleece nur bei trockenem Wetter.
PFANNER® Jacken für Forst und Outdoor
PFANNER® Ventilation Jacke: Konzipiert für Forst- und Outdoor-Einsätze mit gezielten Belüftungszonen, die Wärme bei hoher körperlicher Belastung gezielt abführen. Relevant für Arbeiten mit laufenden Forstmaschinen oder körperlich anspruchsvolle Geländearbeit.
PFANNER® Forest Light Jacke: Leichter Aufbau für den Forstbereich – schützt vor leichtem Regen und Wind ohne das Gewicht einer Vollwetterschutzjacke.
PFANNER® wasserdichte SympaTex® Jacke: Mit SympaTex®-Membran für Bedingungen, bei denen Dauernässeschutz gefragt ist. Nahtversiegelung und der monolithische Membranaufbau machen diese Jacke zur Wahl bei längerem Einsatz in Regen und Nässe.
PFANNER® Nanoshield® Regenjacke: Setzt auf die Nanoshield®-Oberflächenbehandlung für schnelle Trocknung und hohe Wasserabweisung – als leichtere Alternative zur vollmembranierten Variante.
Blakläder Regenjacke: Handwerk und Bau
Die Blakläder Regenjacke wasserdicht atmungsaktiv richtet sich an Handwerker und Baufachleute, die täglich im Freien arbeiten. Blakläder-Arbeitsjacken sind auf mechanische Belastbarkeit ausgelegt und verfügen über verstärkte Nähte sowie praxisnahe Taschenaufteilung.
Welches Material für welchen Einsatz? Überblick
| Technologie / Material | Wasserdicht | Atmungsaktiv | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| SympaTex®-Membran | Ja (dauerhaft) | Hoch | Forstarbeit, Dauernässeschutz |
| Gore-Tex | Ja (dauerhaft) | Hoch | Intensiver Outdoor-Einsatz |
| Nanoshield® (PFANNER®) | Hoch | Mittel–hoch | Outdoor, leichter Regen |
| Softshell + DWR | Leicht abweisend | Sehr hoch | Trockene bis leicht feuchte Bedingungen |
| PU-Beschichtung | Ja | Mittel | Gelegentlicher Einsatz, Budget |
| Fleece (ohne Membran) | Nein | Sehr hoch | Mittellage, trockenes Wetter |
Pflege atmungsaktiver Jacken: Was wirklich zählt
Atmungsaktive Jacken verlieren ihre Funktion, wenn DWR-Ausrüstung nachlässt oder Schmutz die Membranporen blockiert. Diese Schritte erhalten die Schutzwirkung:
Waschen: Reißverschlüsse schließen, Taschen leeren, Jacke auf links drehen. Spezielles Waschmittel für Funktionskleidung verwenden – kein Weichspüler, kein Bleichmittel. Weichspüler blockiert die Poren der Membran dauerhaft. Schonprogramm bei 30–40 °C, Waschmaschine nicht überfüllen.
Trockner-Trick: Viele Hersteller empfehlen kurzes Tumble-Drying bei niedriger Temperatur nach dem Waschen – Wärme reaktiviert die DWR-Ausrüstung.
Imprägnieren: Perlt Wasser nicht mehr ab, sondern zieht ein, ist die DWR-Ausrüstung erschöpft. Spray-Imprägnierung eignet sich für gezielte Nachbehandlung; Wasch-Imprägnierung behandelt die gesamte Jacke gleichmäßig. Nach dem Auftragen kurz eintrocknen lassen oder – je nach Produktanweisung – im Tumble-Dryer aktivieren.
Lagerung: Jacken nicht dauerhaft komprimiert (z. B. im Packbeutel) lagern. Aufgehängte Lagerung erhält die Isolations- und Membranstruktur.
FAQ: Atmungsaktive Jacken
Wie funktioniert eine atmungsaktive Jacke technisch?
Atmungsaktive Jacken nutzen eine Membran oder Beschichtung, die Wasserdampf (Schweiß) von innen nach außen passieren lässt, aber flüssiges Wasser von außen blockiert. Dieser Effekt entsteht entweder durch mikroskopisch kleine Poren (wie bei Gore-Tex) oder durch molekulare Diffusion (wie bei SympaTex®). Die Effizienz hängt davon ab, wie groß der Dampfdruckunterschied zwischen Innen- und Außenseite ist – bei körperlicher Arbeit funktioniert das System deshalb besonders gut.
Welche atmungsaktive Jacke eignet sich für Forstarbeiten in Österreich?
Für Forstarbeiten in Österreich eignen sich Jacken mit dauerhaft wasserdichter Membran – etwa die PFANNER® wasserdichte SympaTex® Jacke oder die PFANNER® Ventilation Jacke mit Belüftungszonen. Bei Arbeiten mit Motorsäge gelten zusätzlich Vorschriften nach AUVA-Richtlinien; die Schutzjacke selbst muss hier keine Schnittschutzeigenschaft erfüllen, aber Kombination mit zertifizierter Schnittschutzhose (EN ISO 11393) ist gesetzlich vorgeschrieben. PFANNER® hat auf diesen Einsatzbereich spezialisierte Sortimentsteile.
Was bedeutet 2-Lagen und 3-Lagen bei atmungsaktiven Jacken?
Bei 2-Lagen-Jacken sind Außenstoff und Membran verbunden; das Innenfutter liegt lose darunter. Bei 3-Lagen-Jacken sind Außenstoff, Membran und Innenlage direkt miteinander laminiert. Atmungsaktive Jacken in 3-Lagen-Konstruktion sind kompakter, leichter und strapazierfähiger, weil kein loses Futter scheuert oder Feuchtigkeit zwischen den Lagen staut. Für intensive Nutzung im Berufsumfeld – Bau, Forst, Montage – ist der 3-Lagen-Aufbau die haltbarere Wahl.
Wann muss ich eine atmungsaktive Jacke neu imprägnieren?
Eine Neuimprägnierung ist fällig, wenn Wasser nicht mehr in Tropfen abperlt, sondern in den Außenstoff einzieht. Dieser Zustand tritt typischerweise nach mehreren Wäschen oder intensivem Gebrauch ein. Atmungsaktive Jacken verlieren durch verbrauchte DWR-Ausrüstung zwar nicht sofort ihre Wasserdichtigkeit – die Membran arbeitet weiter –, aber der nasse Außenstoff wirkt als Kälteleiter und mindert den Tragekomfort spürbar. Spray- oder Wasch-Imprägnierung stellt die Abperlwirkung wieder her.
Ist eine Softshell-Jacke wirklich wasserdicht?
Softshell-Jacken sind wasserabweisend, aber nicht dauerhaft wasserdicht. Sie halten leichten Regen und Spritzwasser ab, bei anhaltendem Regen zieht Wasser jedoch durch den Stoff. Atmungsaktive Jacken mit echter Membran – etwa SympaTex® oder Gore-Tex – bieten deutlich bessere Nässebarrieren. Softshell eignet sich für trockenes bis leicht feuchtes Wetter mit hoher Bewegungsfrequenz, während Vollregenjacken für Dauernässe die richtige Wahl sind.
Was ist der Unterschied zwischen einer Hybridjacke und einer normalen Funktionsjacke?
Hybridjacken wie die FORSBERG Alruut III kombinieren zwei oder mehr unterschiedliche Materialien in einer Jacke: robustere, windabweisende Stoffe an exponierten Stellen (Schultern, Brust) und elastischere, atmungsaktivere Materialien dort, wo Bewegungsfreiheit gefragt ist (Ärmel, Rücken). Atmungsaktive Jacken in klassischer Funktionsbauweise verwenden dagegen ein einheitliches Material mit Membran oder Beschichtung. Hybridjacken eignen sich besonders für aktive Tätigkeiten, bei denen Wärmestau schnell zum Problem wird.
Warum verliert meine atmungsaktive Jacke ihre Wasserdichtigkeit nach dem Waschen?
Nach dem Waschen ohne anschließende Aktivierung verliert die DWR-Ausrüstung vorübergehend ihre Wirkung – Wasser perlt nicht mehr ab. Kurzes Tumble-Drying bei niedriger Temperatur oder Bügeln mit einem Tuch über der Jacke reaktiviert die DWR-Moleküle durch Wärme. Weichspüler im Waschprozess blockiert die Membranporen dauerhaft und beeinträchtigt die Atmungsaktivität dauerhaft – deshalb ausschließlich spezielle Waschmittel für Funktionskleidung verwenden.
Autor: Michael Korinek, Sales ManagementZuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026















































